„Halt bloß die Klappe!“ – Als konservativer Student am Otto-Suhr-Institut

Es ist so weit: Ich darf verkünden, dass mein erstes Buch mit dem Titel „Halt bloß die Klappe! – Als konservativer Student am Otto-Suhr-Institut“ nunmehr käuflich erworben werden kann.

 

Zur Handlung des Buchs:

Ein konservativer oder genauer gesagt „national-konservativer“ Student, der bei der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ und anderen Medien schrieb, wagt sich in die Höhle des Löwen und beginnt sein Studium der Politikwissenschaft an der an der FU Berlin am Otto-Suhr-Institut, das als linke Hochburg gilt. „Halt bloß die Klappe!“, lautete der Ratschlag eines „Junge-Freiheit“-Autors und anderer Weggefährten. Soll heißen: Der Student Lion E. sollte sich lieber politisch verbergen, um den Abschluss des Studiums nicht zu gefährden. Ein absurdes Versteckspiel beginnt, und die introvertierte Hauptfigur geht mit gespaltener Zunge durch das Studium. Doch die „Tarnung“ fliegt auf, woraufhin Linksextreme das Studium des Studenten zu sabotieren versuchen. Zusätzlich wird Lion E. auf einem anonymen Denunzianten-Flugblatt mit Vorwürfen wie „Rechtspopulist“ und „Neue Rechte“ angefeindet. Die meisten Professoren tauchen ab, doch viele Studenten und Dozenten sind angeekelt über die Methoden des politischen Umgangs. Eine Campuszeitung distanziert sich von dem konservativen Studenten, prangert aber zugleich die Methoden der Denunzianten an – doch die eher linke Studentenzeitung wird längst selbst von den Antifa-Fanatikern verdächtigt und bewegt sich auf einem schmalem Grat des Spielraums…

Der Handlungszeitraum des Buchs fällt in die Zeit der AfD-Gründung, sodass das Buch ein Portrait einer Universität in Zeiten des politischen Umbruchs zeichnet. Dabei will der Autor nicht belehren oder seinerseits einseitig die linken Studenten denunzieren, sondern lediglich berichten und dem Leser das Urteil überlassen. Zwar kommt die politische Linke nicht gut weg, doch immer wieder ergänzen auch Zwischentöne und Differenzierungen das Gesamtbild. Denn wie sich bei genauerer Betrachtung herausstellt, ist Manches komplizierter als angenommen. Und das Fenster für eine Erweiterung des Meinungsspektrums beginnt sich sogar an den Universitäten zu öffnen…

 

Weitere Informationen zum Buch, sowie eine Lese-Probe und ein Formular für die Buchbestellung finden sich hier.

Darüber hinaus will ich auf mein Interview mit dem Blog „Journalistenwatch“ aufmerksam machen, das am Freitag veröffentlicht wurde. Das Interview handelt von dem Buch und von der allgemeinen politischen Lage an deutschen Hochschulen. Hier kann das Interview nachgelesen werden.

Die ersten Reaktionen auf das Buch sind sehr positiv; ich bin gespannt auf weitere Rückmeldungen – vielleicht ja auch von der „anderen Seite“.

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Was sich laut Merkel „nicht wiederholen“ darf

von Lion Edler / 5.September 2017

Die FAZ vermeldete am Sonntag, dass die Bearbeitungszeit bei Asylverfahren im „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ (Bamf) GESTIEGEN ist: Von durchschnittlich 10,4 Monaten im 1.Quartal 2017 auf 11,7 Monate im 2.Quartal 2017.

Ich fasse also zusammen:

1.) Merkel hat versprochen, dass die Zahl der Asylbewerber deutlich sinken soll, weil 2015 „sich nicht wiederholen darf“. Die Realität: Sie steigen schon wieder.

2.) Merkel hat versprochen, dass eine „nationale Kraftanstrengung“ durchgeführt wird, damit endlich verstärkt abgeschoben wird. Die Realität: Die Zahl der Abschiebungen ist gesunken, und mit den Stimmen der CSU wurde ein ABSCHIEBE-STOPP nach Afghanistan beschlossen.

3.) Merkel hat versprochen, dass sie alles tun werde, um die Bearbeitungszeit der Asylverfahren beim Bamf zu verringern. Die Realität: Sie steigt (siehe oben).

Fazit: In allen drei Kernproblemen der Asylpolitik ein politisches Totalversagen. Merkel sagt dummdreist, dass sich 2015 „nicht wiederholen“ dürfe, aber in Wahrheit hat es sich schon dreimal wiederholt.

Und zwar deshalb, weil die Bundesregierung in Wirklichkeit gar nicht den Willen und das Interesse hat, auch nur eines der drei Probleme zu lösen. Die ersten beiden Probleme will sie nicht lösen, weil sie aus ideologischen Gründen der Meinung ist, dass so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland kommen sollten. Das dritte Problem (und natürlich auch die ersten beiden Probleme) will sie nicht lösen, weil kürzere Bearbeitungszeiten auch weniger Bamf-Arbeitsplätze und weniger Geld für die milliardenschwere Asyl- und Gutmenschen-Industrie bedeuten würde, zu dessen Knecht die Politik längst geworden ist.

Staatsanwaltschaft Berlin: Jusos sind infantil

von Lion Edler / 22.August 2017

Bezüglich meiner Anzeige gegen die Jusos (wegen des von den Berliner Jusos bei Facebook verbreiteten Aufrufs „Bollerwagen klauen, Herrentag versauen!“) hat mir nun nach zwei Monaten die Staatsanwaltschaft Berlin geantwortet. Man habe von Ermittlungen abgesehen. Die Aussage sei „aufgrund der Infantilität der Aufforderung“ nicht ernst zu nehmen. Daher handle es sich um eine „von der Meinungsfreiheit gedeckte Unmutsäußerung“. Ja ne, is klar… Aber immerhin ein Teilerfolg, dass die Jusos jetzt höchstrichterlich als „infantil“ bezeichnet wurden.

Jusos Berlin - 25-05-2017 - Bollerwagen
StA Berlin - 16-08-2017 - Jusos Aufruf zu Bollerwagen Nr1 anStA Berlin - 16-08-2017 - Jusos Aufruf zu Bollerwagen Nr2 an

„Ausländer sehen, wo gar keine sind“

von Lion Edler / 18.August 2017

Gestern im Autoradio: Der auf multikulturell machende, öffentlich-rechtliche Radiosender „Cosmo“ (Werbespruch: „Der Sound der Welt“) stellt den Autor eines Buchs vor, der sich mit der Frage beschäftigt, was es mit dem „Brexit“ und dem Wahlerfolg von Donald Trump „auf sich hat“. Seine „Analyse“ bestand darin, dass gerade die älteren Leute den Wohlstand schon so lange gewöhnt wären, dass sie das gar nicht mehr zu schätzen wüssten. Aus einer „Langeweile“ heraus entwickle sich eine „Klagekultur“, die dazu führe, dass man ständig „Ausländer sieht, wo gar keine sind.“

Noch nicht einmal eine halbe Stunde nach diesen Ergüssen im „Cosmo“-Radio rast in Barcelona ein Islamist mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge, 13 Menschen sind tot.

Nachtrag, 18:10 Uhr:

Die Journalistin Birgit Kelle sagt auf ihrer Facebook-Seite das Nötige zum Anschlag:

„Jetzt wird wieder ein „feiger Anschlag“ verurteilt. Wann versteht der Westen endlich: Die sind nicht feige. Wir sind es.“

Oma Paula, Trump und der Irokesen-Punk

von Lion Edler / 12.August 2017

Eigentlich war Familie Unterthan gar nicht so begeistert von dem neuen Asylheim, das kürzlich in Sichtweite von Melanie’s Schulweg entstanden war. Oma Paula haderte sogar für einen kurzen Moment mit dem erschreckenden Gedanken, dass sie bei der bevorstehenden Bundestagswahl in der Wahlkabine erstmals seit 68 Jahren vom christlich-demokratischen Weg abweichen könnte.

Doch der in der Nachbarschaft wohnende Irokesen-Punk namens Sascha L., der Oma Paula kürzlich so freundlich über die Straße half, hatte gerade in einem dekonstruierenden Artikel für „Spiegel online“ messerscharf analysiert, dass an einem potenziellen Atomkrieg mit Nordkorea auf jeden Fall die Rechtspopulisten um Donald Trump die Schuld trügen. Wegen ihrer Angst vor dem Atomblitz entschied sich Oma Paula deshalb, bei der Bundestagswahl das Kreuz doch lieber noch einmal bei der Partei von Ursula von der Leyen zu machen. Da musste Melanie nun halt mal durch.