Anja Reschke verdient keinen Beifall

von Lion Edler

Die Kommentatorin der „Tagesthemen“, Anja Reschke, ist wieder einmal zu einer virtuellen Berühmtheit aufgestiegen. Millionen sahen ihren Kommentar über die Asylpolitik und über fremdenfeindliche Facebook-Postings. Hunderttausende drückten im moralischen Hochgefühl auf „gefällt mir“; ebenso Viele teilten den Kommentar als Video. Große Teile der Gesellschaft scheinen sich einig zu sein, wie die Lage zu bewerten ist: Hier stehen die bösen und niederträchtigen „Asylhasser“, dort die gute und mitfühlende Frau Reschke, die sich mutig gegen die rassistische Hetze stellt. Wer könnte da schon so kaltherzig sein, dass er auch nur die geringsten Einwände gegen den „Tagesthemen“-Kommentar erheben könnte? Doch so einfach, so Schwarz-Weiß, ist die Welt leider nicht.

Um nicht missverstanden zu werden: Reschke spricht in ihrem Beitrag durchaus ein reales Problem an, das auch Kritiker der Asylpolitik nicht kalt lassen sollte. Es trifft leider zu, dass die sozialen Netzwerke bei der Asylproblematik oftmals auch ihr hässliches Gesicht zeigen. Sofern es sich bei den unterirdischen Beiträgen um Gewaltaufrufe handelt, muss dagegen auch juristisch vorgegangen werden. Doch darum geht es Reschke nicht. Bei ihrer Forderung nach dem sozialen Pranger hat sie nämlich nicht nur Rechtsextremisten und Gewaltaufrufe im Visier, sondern auch alle, die in der Asylpolitik eine andere Meinung vertreten als Anja Reschke und der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Um dies zu erkennen, muss man in ihrem Kommentar genau hinhören.

Bereits zu Beginn ihres Kommentars nennt Reschke nämlich einige Aussagen, die früher nur unter Pseudonym geäußert worden seien, während sie heute leider in aller Öffentlichkeit verbreitet würden. Reschke fordert daher, jene Personen an den Pranger zu stellen, die sich so äußern. Als Beispiele für solche Äußerungen nennt sie: 1.) „Scheiß Kanacken!“, 2.) „Wie Viele sollen wir noch aufnehmen?“, 3.) „Soll man anzünden!“ Und da haben wir es bereits: Die Frage „Wie Viele sollen wir noch aufnehmen?“ wird in eine Reihe mit üblen Unflätigkeiten und Gewaltaufrufen gestellt. Wer also die Frage nach den Grenzen der Aufnahmefähigkeit Deutschlands stellt, wird hier in eine Ecke mit Mordaufrufen gegen Flüchtlinge gestellt. Es ist nicht das erste Mal, dass Reschke in der Asylpolitik in dieser extrem demagogischen und dreisten Weise argumentiert. Bereits im Januar hatte Reschke sich eine unglaubliche Entgleisung geleistet, indem sie den Holocaust bemühte, um gegen Pegida zu agitieren: Sie habe kürzlich eine Dokumentation über die Konzentrationslager gesehen, sie habe dort Bilder von Skeletten und verdrehten Gliedmaßen gesehen. Dann habe sie umgeschaltet, „und was sehe ich? Pegida-Demonstranten in Dresden, die sich aufregen über die vielen Ausländer in Deutschland. Ganz ehrlich, da ist mir dann wirklich schlecht geworden.“ Reschke zeigt hier ein Ausmaß an menschlicher Niedertracht, Schäbigkeit und Skrupellosigkeit, für die es keine Worte mehr gibt. Die Leichenberge des Holocausts werden als Spielzeug für ihre linksideologische Propaganda missbraucht. Infamer geht es nicht.

Ein halbes Jahr später fordert Reschke in ihrem viel diskutierten „Tagesthemen“-Kommentar allen Ernstes, man müsse doch über das Thema endlich „sachlich diskutieren“. Wahrscheinlich so sachlich wie in ihrem Holocaust-Pegida-Kommentar.

Denn dies ist die Definition von „Sachlichkeit“, die uns seit Jahren im öffentlich-rechtlichen Abrichtungsfunk verkauft wird: „Sachlich“ und „reflektiert“ ist alles, was linksliberal ist. Unsachlich ist von vornherein alles, was konservativ und rechts ist. Die Forderung, Wirtschaftsflüchtlinge in Deutschland aufzunehmen, ist sachlich. Alle gegenteiligen Meinungen sind unsachlich. Die Forderung, Balkanländer als sichere Herkunftsländer einzustufen, ist unsachlich, hetzerisch, populistisch; das Gegenteil ist sachlich. Je mehr man sich der linksliberalen Meinung von Anja Reschke und vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk annähert, umso „sachlicher“ und „reflektierter“ wird man von ganz alleine.

All die Lemminge, die sich am Reschke-Kommentar erfreuten und auf „Gefällt mir“ klickten, meinen es gewiss nur gut. Begreiflicherweise sind sie angewidert von manchen abstoßenden Facebook-Kommentaren, die nichts mehr mit legitimer Kritik an der Asylpolitik zu tun haben. Diese Lemminge begreifen aber nicht, dass es Reschke um etwas Anderes geht, und dass der Appell „gegen Ausländerfeindlichkeit“ ein trojanisches Pferd für ganz andere Interessen ist. Sie begreifen auch nicht, dass ein paar Hetz-Kommentare auf Facebook bewusst zu einem nationalen und gesamtgesellschaftlichen Phänomen aufgebauscht werden, um damit die Kritiker der Asylpolitik in die Defensive zu drängen und von den eigentlichen politischen Schieflagen abzulenken.

Man könnte über die von Reschke aufgeworfene Problematik und über Pauschalisierungen in der Asyl-Debatte diskutieren – wenn Reschke selbst glaubwürdiger wäre, und wenn sie auch von der anderen Seite der Medaille sprechen würde: Von massenhaft geduldetem Asylmissbrauch; von der systematischen Verdrehung von Zahlen und Fakten, die in der Einwanderungs- und Asylpolitik durch zahlreiche Medien betrieben wird; von dem immer stickiger werdenden Klima und dem alltäglichen rotgrünen Gesinnungsterror. Genau das tut sie aber nicht, und deswegen verdient sie für ihren „Tagesthemen“-Kommentar auch keinen Beifall. Ihr Kommentar ist oberflächlich, populistisch, primitiv und unverschämt.

So lange der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu einem linksliberalen Abrichtungsfunk verkommt, so lange sich permanent über „Demagogie“ empört und dabei doch selbst nur demagogisch argumentiert wird, so lange Reschke und Co sich stets nur einäugig den wohlfeilen Teil der Wahrheit herauspicken, ist ihr Kommentar vor allem eines: Schäbig, selbstgerecht und erbärmlich verlogen.

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8 Kommentare

  1. Oh, ich kenn das. Ich bin kein ….., aber…. Und hier noch feiner. Es ist egal wie viele Menschen hier her kommen, weil sie durch Krieg, Leid, Gewalt oder sonst was vertreiben werden. Es sind Menschen, die hilfe bedürfen. Menschlichkeit bei einer der reichsten und vom aussenhandel am meisten profitierenden Nation dieses Planeten in kontext zu „wie viele denn noch“ als zulässige Frage stellen? Es gibt derzeit eine Reihe Staaten, die weil sie Nachbarn solcher Kriesenregionen Sind mehrere Millionen Menschen aufgenommen haben. Und immer noch aufnehmen, weil die Alternative elendes Sterben ist.

    Also nochmal nachdenken, die Relationen Checken und mit dem Unfug aufhören, der hier mal wieder verzapft wird. Ad Hominem eine Journalistin angreifen, weil sie im Inhalt recht hat, hilft da halt auch nicht weiter.

    Thomas Göbel

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    1. Ach Thomas, Du begreifst offenbar nicht, dass Asyl für Kriegsflüchtlinge etwas anderes ist als die Aufnahme allerlei Leute aus sicheren Länder, bloß weil sie dort eben arm sind. Armut alleine ist kein Asylgrund, sonst würden dt. Hartz4-Empfänger schon die norwegische Botschaft besetzt halten.

      Pro-Tipp: Es gibt auch unter Deinen Landsleuten genug Armut und Not – Rot-Grün seit Schröder sei Dank – wo Du den Gutmenschen raushängen lassen, Dein Helfersyndrom ausleben und Dich danach besser als alle anderen fühlen kannst. Braucht dann allerdings etwas mehr als das stupide „Refugees welcome“-Geblöke. Also, ran…

      PS: Diese Journalistin schwimmt genauso auf einer Welle wie Til Schweiger. Diese Welle wurde von linksversifften Gutmenschen angestossen und hat in der Mehrheit der Bevölkerung keine Unterstützung – wie man u.a. an den Umfragewerten erkennen kann, ob weitere / mehr Flüchtlinge aufgenommen werden sollen. Ablehnung regelmäßig bei über 90% und das ist das gute Recht der Menschen hier, sie haben ein Recht auf ihr Land, ihre Heimat, ihre Sprache und ihre Kultur.

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  2. Sie hat es außerdem total versäumt auf die wirklichen ursachen einzugehen: diese sind der waffenhandel die Kriegstreiberei und das Besetzen von anderen Staaten aus wirtschaftlichen Gründen bzw. Das Rauben vom Ressourcen. diese themen wurden komplett ausgespart und verschwiegen das ist unredlich.

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  3. Weder Kirche, Medien noch Politik begreifen die Wut der Bürger.

    Wer etwas gegen Flüchtlinge sagt, ist ein Nazi, Rechtspopulist, Ausländerfeind oder einfach nur dumm. So wird es jegen Tag gebetsmühlenartig propagiert.

    Und genau das ist der Punkt. Kein Mensch hat etwas gegen Flüchtlinge die unter Verfolgung leiden und die um ihr Leben fürchten müssen. Dass jedoch diese Anteil weit unter 10 % liegt, interessiert die Medien und Politik nicht. Da wird weiter gegen jeden gehetzt, der etwas gegen Ausländer sagt.

    Liebe Medien, verzichtet auf eure Hetze gegen Bürger, euch glauben nur noch die links eingestellten Kleinhirne.

    Pastor Gaucks (der BundesGAUCKler) unsäglicher Vergleich mit den Nachkriegsvertriebenen und den heutigen Flüchtlingen (Wirtschaftsflüchtlinge) hat dem Fass den Boden ausgeschlagen.

    Es wird wahrschinlich noch ein paar hundertausend Kulturbereicherer dauern bis der letzte Politiker mal kapiert, dass es so nicht weitergeht.

    Unser Staat dient nur zur sozialen Ausplünderung. Integrieren wollen und können die meisten dieser Neubürger sich nicht. Multikulti ist auf der ganzen Linie gescheitert.

    Toleranz –ertragen- verbinde ich jetzt mit der Willkommensdiktatur der Asylmafia.

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  4. Ich bin erstaunt darüber, dass in Afrika anscheinend dasselbe Problem besteht. Ich habe heute auf twitter tweets eines Afrikaners gelesen, der darüber klagt, dass Europäern und Amerikanern die Einwanderung in afrikanische Länder erlaubt wird, während Menschen aus benachbarten afrikanischen Ländern draussen bleiben müssen. Ich kann zwar verstehen, dass gut ausgebildete Leute aus der westlichen Welt ein attraktives „Gut“ sind, aber warum die Präsidenten der Länder nicht endlich mal dafür sorgen dass sie selbst ihre eigene Bevölkerung gut ausbilden, damit Einwanderung gar nicht erst benötigt wird, das kann ich nicht verstehen.
    Dass auch hier in Deutschland „die Leute ausgetauscht“ werden sollen (sozusagen), lässt ja schon fast auf einen Plan schließen 😉 Nein, ernsthaft, es ist wohl eher Inkompetenz und Unwillen der politischen Eliten. Und bestimmt auch Feigheit und Faulheit. Denn das System so umzukrempeln,dass die Deutschen wieder selbstständig und mutig werden und sich endlich auch trauen Kinder zu bekommen, das würde sicherlich für einige Turbulenzen in der Gesellschaft sorgen. Und jetzt haben sie den Salat: das Volk ist total verwöhnt. Will jetzt nichts mehr hergeben. Die träge Gemütlichkeit soll bleiben. Und es ist verunsichert. Will lieber mehr Sicherheit als mehr Freiheit.

    Aber ich befürchte, ja ich wittere fast, dass dies ein „heisser Herbst“ wird. Oder spätestens im Winter wird’s knallen. Dann sind zuviele Wirtschaftsflüchtlinge hier. Und dann wird auch der freundlichste „Refugees welcome“ Rufer die Stirn runzeln. Und es wird ihm so langsam dämmern, dass er sich Läuse in den Pelz gesetzt hat 😉

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