Ein Springer-Blatt macht „nationalkonservativ“ zum Schimpfwort

Die BILD-Zeitung berichtet gestern über den Auftritt des Schlager-Sängers „Heino“ bei Sandra Maischberger. In der Sendung sei er mit „Vorwürfen“ konfrontiert worden, die es schon länger gegen ihn gebe: „Viele Kritiker fragten: Ist Heino nationalkonservativ?“ Der Journalist Jan Feddersen sei auf „diese Dinge“ eingegangen, doch Heino habe sämtliche „Vorwürfe“ abgewehrt. Und natürlich erklärte sich Heino ganz brav dazu bereit, an einer Anti-Pegida-Demo teilzunehmen. Ein Kotau vor dem Linkskonformismus, der aus dem politischen Klima folgt: Erst kürzlich war Heino vom ultralinken Hip-Hop-Musiker Jan Delay als „Nazi“ verunglimpft worden. Nun hofft Heino offenbar, dass er sich derartige Beschimpfungen künftig nicht mehr anhören muss, wenn er sich nur genügend anbiedert.
http://www.bild.de/politik/inland/heino/heino-bei-maischberger-42112136.bild.html

Die Formulierungen des BILD-Journalisten Christoph Küppers sind indessen verräterisch: Dass Heino „nationalkonservativ“ sein soll, gilt bereits als Kritikpunkt und „Vorwurf“. An solchen Kleinigkeiten zeigt sich einmal mehr, wie die linke Sprachmanipulation wirkt: Begriffe wie „rechts“ oder „nationalkonservativ“ werden nicht als zunächst neutrale Beschreibungen für einen legitimen Teil des demokratischen Meinungsspektrums verwendet, sondern von vornherein als Schimpfwort und „Vorwurf“, zu dem man sich rechtfertigen soll. Dass diese Diskreditierung des Begriffs „nationalkonservativ“ ausgerechnet durch ein Springer-Blatt erfolgt, ist einmal mehr bezeichnend für die medialen Machtverhältnisse in Deutschland: Die bürgerlichen Leitmedien agieren überwiegend nur als Handlanger des linksliberalen Rudeljournalismus.

Die BILD-Zeitung schrieb übrigens auch vor einigen Monaten, dass der AfD-Politiker Björn Höcke sich bei Sandra Maischberger „blamiert“ habe – und zwar „mit seinen konservativen Aussagen.“ Auch in diesem Fall wird also ein Begriff wie „konservativ” von vornherein durch die BILD-Zeitung als anrüchig dargestellt.
http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/afd-mann-hoecke-40557328.bild.html

In der Medienlandschaft findet eine ähnliche Entwicklung wie bei den Parteien statt: Ähnlich, wie sich CDU und FDP an die rotgrünen Parteien anpassen, so passen sich auch die bürgerlichen Leitmedien an die linken Gazetten an. Überall vollzieht man den Kniefall vor dem Meinungsdiktat, weil man das Stigma und die daraus folgende Ausgrenzung fürchtet. Wie der Schriftsteller Michael Klonovsky schrieb: „Soziale Isolation ist Zusammengeschlagenwerden auf Raten.“

Kai Dieckmann will nicht zusammen geschlagen werden – das ist verständlich. Was ich ihm allerdings vorhalte: Er ist ja sogar zu feige, auch nur zu riskieren, dass er angerempelt oder bespuckt wird. Ein bisschen Spielraum hätte er nämlich sehr wohl.
P.S.: Wie die BILD-Zeitung sich opportunistisch den linksliberalen Meinungsmachern unterwirft, zeigte 2010 die Arte-Sendung „Durch die Nacht mit Henryk M. Broder und Kai Diekmann“. In der Sendung spielte sich folgender Dialog zwischen dem Publizisten Henryk M. Broder und dem BILD-Chefredakteur Kai Dieckmann ab:

Broder: „Ich finde halt nur wirklich, ihr [die BILD-Zeitung] seid einfach auch gelegentlich zu brav und auch konformistisch. Die ganze Klima-Berichterstattung bei euch….“

Dieckmann [murmelnd, erkennbar verlegen]: „Ja… Manchmal wollen wir halt auch geliebt werden. Aber dann gibt es mitunter eben tatsächlich ein paar Themen, die sind so besetzt, dass man gar nicht gegen ankommt…“

Broder: „Doch, g’rade da! G’rade da! Sie müssen nicht titeln >>In 13 Jahren geht die Welt unter!<<, nur weil ein durchgeknallter, mit Subsidien abgefüllter Umweltwissenschaftler das heraus posaunt hat! Wirklich!“

(Quelle: „Durch die Nacht mit Henryk M. Broder und Kai Diekmann“, Arte, 17.5.2010, 23.40 Uhr.)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s