Patriotische Grüße aus Berlin

Foto: Lion mit Schwarz-Rot-Gold-Fahne bei der AfD-Demo, 7.11.2015:

Lion - 07-11-15 - AfD-Demo

Samstag, 7.November 2015 in Berlin: Bei der AfD-Demonstration gegen die „Asylpolitik“. Ich habe schon bei vielen Demonstrationen teilgenommen, aber diese war zweifellos die schönste. Mit 5.000 Teilnehmern (Polizei-Angaben) war die Beteiligung deutlich besser, als ich es im links-plebejisch strukturierten Berlin befürchtet hatte. Bemerkenswert ist auch, daß die Gegendemo laut Medienberichten wohl deutlich weniger Teilnehmer aufweisen konnte, obwohl sämtliche Parteien des Berliner Abgeordnetenhauses sowie die Gewerkschaften dazu aufriefen. Überrascht war ich auch darüber, daß die AfD-Demonstrationsroute überhaupt gelaufen werden konnte – man ist ja als Konservativer eher den Normalfall gewöhnt, daß das Recht auf Versammlungsfreiheit durch eine Kooperation von Staat und Linksextremisten außer Kraft gesetzt wird. Am Samstag war es anders.

Völlig unverantwortlich und skandalös ist freilich dennoch, daß die linksextremen „Gegendemonstranten“ so nah an die AfD-Demo heran durften. Zwar warfen sie nach meiner Beobachtung „nur“ mit Tomaten und weiteren eher ungefährlichen Gegenständen – aber darauf hätte sich die Polizei nicht verlassen dürfen. Ob die Polizei aus freien Stücken so handelte oder politischem Druck ausgesetzt war, steht freilich dahin.

Die inhaltlichen Forderungen bestanden u.A. in der Festlegung einer Asyl-Obergrenze, sowie in der Einhaltung des Rechtsstaats bei der Asylpolitik. AfD-Chefin Petry schnitt in ihrer Rede jedoch auch andere Themen an; u.A. kritisierte sie die Rußland-Sanktionen und die einseitig gegen Rußland gerichtete Außenpolitik. Außerdem forderte sie die Ermöglichung einer gesellschaftlichen Grundsatz-Debatte über nationale Identität – darüber erfuhr man in den Medien natürlich nichts.

À propos Medien: Als die AfD-Demonstranten an einem Fernsehstudio des öffentlich-rechtlichen Linksfunks vorbei kamen, erschallte sofort das Wort „Lügenpresse“. In den Gesichtern von vielen anwesenden Journalisten schien ich nicht Wut, sondern vielmehr ein schlechtes Gewissen zu sehen. Die GEZ-Journalisten schienen sich darüber im Klaren zu sein, daß der Vorwurf zumindest „teilweise“ (*hüstel*) gerechtfertigt ist. Als Bestätigung dieses Eindrucks, daß bei den Linksjournalisten allmählich Spuren von Selbstreflexion entstehen, bewerte ich auch die Berichterstattung über die AfD-Demo: Viele Artikel waren erstaunlich nüchtern, beinahe objektiv.

So ist es beispielsweise erstaunlich, daß eine Meldung im RBB-Videotext darüber informiert, daß „AfD-Gegner“ versucht hätten, eine Polizeisperre zu durchbrechen, und daß es daraufhin zu Festnahmen gekommen sei. Wohlgemerkt: Der RBB-Videotext verlegte sich NICHT auf die übliche Praxis, die linksextremen Rechtsbrüche den konservativen Demonstranten in die Schuhe zu schieben. Noch erstaunlicher ist der letzte Satz in der Meldung des RBB-Videotexts:

,,Zu einer Gegendemonstration der Landesverbände von SPD, CDU, Grünen und Linken kamen deutlich weniger als die erhofften 5.000 Teilnehmer.“

Das ist schon fast eine staatsfeindliche Bemerkung. Ich wünsche dem Videotext-Journalisten eine sichere berufliche Zukunft…

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Ein Kommentar

  1. „Außerdem forderte sie die Ermöglichung einer gesellschaftlichen Grundsatz-Debatte über nationale Identität – darüber erfuhr man in den Medien natürlich nichts.“
    Was muss ich mir unter nationaler Identität vorstellen und wieso muss es dazu eine Grundsatzdebatte geben?

    Gefällt mir

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