Über Lions Dschungel

 

Lion Edler, Jahrgang 1987, Politikwissenschaftler und freier Journalist (Junge Freiheit u.a.). Im November 2015 habe ich mein Studium der Politikwissenschaft an der FU Berlin erfolgreich abgeschlossen. Die entsprechende Bachelor-Arbeit trug das Thema „Medienberichterstattung und mediale Kommentierung der Energiewende in ausgewählten deutschen Leitmedien“.

Ich bin konservativ, und das ist auch gut so. In diesem Blog gibt es hauptsächlich politische Kommentare über Aktuelles und Historisches.

Politische Kommentare von mir, die ich für die Zeitung Junge Freiheit und für die Zeitschrift eigentümlich frei verfasst habe, finden Sie hauptsächlich unter folgenden beiden Links:

http://ef-magazin.de/autor/lion-edler/

https://jungefreiheit.de/author/l-edler/

 

(Politische) Filzstift-Zeichnungen von mir:

https://lionsdschungel.wordpress.com/2015/06/25/filzstift-zeichnungen-deutsche-vergangenheitsbewaeltigung/

 

Dieser Text wurde zuletzt am 11.September 2017 aktualisiert.

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4 Kommentare

  1. (Das wird ein etwas längerer Text)
    Ich bin langsam in großer Sorge um dieses Land. Seit einigen Tagen wird mir klar wie sehr sich alles Richtung Diktatur bewegt. Oder, nein, besser: bewegt wird. Jetzt habe ich letztens in der Frankfurter Rundschau einen Artikel gelesen, wo ein gewisser Oliver Polak meint, auch sachliche Argumente gegen die Asylpolitik wären „Hetze“ und gehörten somit zensiert. Sachliche Argumente sind logischerweise Zahlen, Fakten und Beweise. Solche Artikel häufen sich in allen Medien und niemand denkt an die Folgen. Die Folge ist, wenn man erstmal angefangen hat zu zensieren, wird man schnell süchtig. Wenn ich nicht so sehr an die Meinungsfreiheit glauben würde und mir einfach mal vorstelle, ich wäre auch so ein engstirniger, machtgeiler, verdummter Deutscher, dann würden mir auch einige Dinge einfallen, die im links-grünen Bereich zensiert werden müssten. Aber mir ist klar, dass es dann immer weiter ginge. Man kann nicht mehr aufhören. Deshalb sollte man besser gar nicht erst anfangen zu zensieren, stimmt’s? Aber sie fangen an. Die Pläne sind schon da. Die Gegenwehr nicht. Wenn die Zensur wirklich durchgesetzt wird, können Sie Ihren Blog dichtmachen… Und ef, JF werden natürlich verboten. Steht ja eh nur Hetze drin…

    Und jetzt zu dem was ich sagen wollte: wir fangen alle schon an uns selbst zu zensieren. Ich formuliere alles ganz vorsichtig. Und ich frage mich, warum Sie z.B. auf twitter so viele tweets wieder gelöscht haben. Ist es, weil Ihnen am nächsten Tag linke Kommilitonen sofort auf den Pelz gerückt sind? Ich habe selbst ein paar Semester Politik studiert, ich weiß, was für Leute da zum Teil rumlaufen… Und ich weiß, daß tweets irgendwie fast nie so klingen wie man sie gemeint hat. Ich drucke meine einmal pro Monat aus und wenn ich sie nochmal lese, klingen viele immer „zu…“ – zynisch, platt, aggressiv, freundlich, unsachlich, dämlich, lustig, … Oder vielleicht fanden Sie, daß Ihre tweets im Grundton zu aggressiv klangen oder vielleicht sogar ein Geschmäckle von Nationalismus hatten, aber das stimmt nicht. Das liegt bloß daran, daß wir alle schon gelernt haben, die Dinge mit den Augen unserer Herrscher zu sehen und zu beurteilen. Also mit den Augen von SPD-Grünen-Linke. (Frau Merkel und ihre Trojanerpartei erwähne ich an dieser Stelle nicht – die ist eh nur ein Abklatsch der eben genannten Originale).

    Ich habe keinen facebook –account (weiß der Himmel wie ich das geschafft habe, immer noch keinen zu haben), deshalb weiß ich auch nicht, was Sie dort schreiben. Aber falls Sie sich selbst dort auch zensieren, dann, ich weiß nicht, dann ist mir als wäre das nur der Anfang. Irgendwann zensieren sich auch die anderen Autoren, noch gibt es genug die ziemlich „frei Schnauze“ schreiben. Finde oft Details , wo ich denke, da könnten die dem aber einen Strick draus drehen. Irgendwann kommt es zu diesem Herdentrieb, keiner traut sich mehr einfach so was so twittern, chatten oder zu sagen. Alles muss wohl durchdacht und konzipiert sein, bevor man es veröffentlicht. Falls man es überhaupt veröffentlicht. Haben wir damit dann nicht schon aufgegeben? Und uns dem Druck gebeugt? Ist das die Meinungsspirale?

    Falls die linken Kommilitonen Palaver machen, und Sie deshalb darauf verzichten, provokante tweets (was zum Geier soll das sein? Lob der dänischen Asylpolitik – eine Provokation?) zu twittern, dann kann ich das verstehen und auch akzeptieren. Man muss für’s Studium den Kopf frei haben und will nicht ständig mühselige, sinnentleerte Rechtfertigungsdebatten führen.
    Aber falls der Grund doch eher Vorsicht, ja vielleicht sogar Sorge oder Angst ist, dann bitte ich Sie inständig wieder mutig zu werden. Denn Sie waren es die ganzen Jahre und es gibt nicht viele Männer wie Sie, in Deutschland nicht und auch nicht in der Welt. Überall sind alle damit beschäftigt unauffällig zu sein, sich anzupassen, niemals anzuecken, die Gedanken des anderen vorauszusehen, im Strom zu schwimmen und mit einem netten, kleinen Job ein nettes, kleines Leben zu führen. In was für einem System auch immer. Hauptsache, es gibt genug zu essen, jemanden für’s Bett und was Interessantes im Fernsehen oder – falls man sich zu den Niveauvollen zählt – im Theater.

    Ich hoffe, Sie verstehen mich nicht falsch. Aber mir wird immer klarer, daß das, was für mich bisher so eine Art „Hobby“ war – nämlich schimpfen und gegen den Strom schwimmen – das kann jetzt kein Hobby mehr sein. Ich merke jeden Tag mehr, mit Bargeldverbot, Strafe auf Sparguthaben, Zensurwünschen, Rechts=Rechtsextrem, Sprachpolizei, ach ich will es gar nicht alles aufzählen, ja wir rasen WIRKLICH in eine linke Diktatur. Ich dachte immer, ach klar, schön gruselig, aber im letzten Moment werden doch wieder alle vernünftig. Nein, jetzt glaube ich das nicht mehr. Ich bin froh, keine Kinder zu haben, ich könnte ihnen kein Leben in Freiheit, Wohlstand und Frieden garantieren. So weit ist es schon gekommen, daß man sich freut keine Kinder zu haben.
    Wir müssen aufwachen und unser Freizeitgemotze und Gemaule in Taten umsetzen! Aber ich fühle mich ziemlich allein, die meisten sagen „Ist doch alles schön, genug zu futtern da, Fernseher läuft“. Was kann man denn nur tun?

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    1. -Was können wir tun?-
      Ihnen, den Angepaßten, die Angst nehmen. Die Angst, zu schwach zu sein. Die Angst , ausgegrenzt zu werden.
      Erinnern wir sie an Werte. Umarmen wir sie. Zeigen wir Ihnen ihre Stärke und gehen wir gemeinsam mit ihnen gegen die Unterdrückung der Wahrheit, gegen unser aller Unterdrückung vor.

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  2. Ich bin über einen Verweis von PI auf Ihrer Seite gelandet. Kompliment, Sie schreiben in einem mir sehr angenehmen Stil. Man spürt Ihr Abwägen, Ihr Grübeln. Schreiben, das Geschriebene, als Sichtbarmachung eines Denkprozesses…
    Ein hohes Maß an Selbstreflektion zeigen auch Sätze wie im TTIP Artikel: „…weil ich mich nicht genug damit auskenne.“. Nichtwissen sehen Sie wohl nicht als persönliches Defizit, sondern als etwas was man nachbessern kann – wenn es denn mal gebraucht werden sollte. Eine solche Haltung hat in sich eine Qualität.
    Was Ihre Zeichnungen betrifft: bildende Kunst sollte keiner Erklärung bedürfen, sondern sich einer Symbolik bedienen die allgemeinverständlich ist – oder die sich von jedem, der daran interessiert ist, selbst erschließen lässt. Das ist zumindest meine Meinung…

    Sie schreiben wohl nur selten auf diesem Blog. Wenn es mal wieder was Neues gibt, schicken Sie mir doch bitte einen Link.

    Danke!

    PS: …und Zeichnungen in Zukunft bittte ohne Beschreibungen…

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    1. Da muss ich Ihnen voll und ganz zustimmen. Mir ist Lion Edler auch durch seinen Stil aufgefallen. Ich habe ihn in eigentümlich frei Magazin entdeckt. So glasklar und vernünftig schreiben nur wenige. Und man lernt immer irgendetwas, man nimmt immer irgendetwas mit. Früher, als ich nur Mainstreamzeitungen/-zeitschriften las, habe ich mich immer gewundert: die Schlagzeile oder das Thema wirkten so spannend und eröffneten so viele Fragen – aber der Artikel? Reine Unterhaltung. Hätte ich hinterher auf einem Papier notieren müssen, was ich von dem Text behalten habe oder ob ich etwas Neues gelernt habe, dann wären vorallem bei Spiegel und Stern-Artikeln die Ergebnisse sehr kümmerlich bzw. Null gewesen. Und dafür geben die Leute jede Woche 4 Euro aus. Im Monat also 16 Euro. Eigentümlich frei kostet 9 Euro (print) im Monat.
      Die Menschen sind wirklich Esel. Sie wollen einfach dumm sein. Angesichts der Leichtigkeit zum Erkennen der Wahrheit muss ich zu diesem Schluss kommen. Im Mittelalter oder auch noch vor 60 Jahren konnte man wirklich sagen „Wie sollte ich denn DAS wissen? Wie hätte ich diese Informationen finden sollen?“ Und heute: alles einen Klick entfernt. Und trotzdem – es ist alles wie im Mittelalter! Die Schafe folgen brav ihrem Herrn.

      Zu den Zeichnungen: ich fand es auch irritierend, daß alles erklärt wurde. Ich verstehe nichts von Kunst und male, wenn überhaupt, mit Buntstiften. Aber wenn ich mir doch mal ein Bild irgendwo genauer anschaue, will ich auch lieber selber was dazu denken und es frei interpretieren.

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