Lions Dschungel – Das Blog von Lion Edler

Kommentare über Politik, Gott und Welt

Beschwerden gegen eine Schulverwaltung

Das Schulverwaltungsamt Düsseldorf zieht nach Informationen der ,,BILD”-Zeitung in Erwägung, eine Buch-Lesung mit der konservativen Autorin Birgit Kelle zu verhindern. Grund ist ,,Kritik” von ,,Schwulen- und Lesben-Gruppen” an den Positionen von Kelle. Der Autorin, die sich kritisch mit linksradikaler Gender-Mainstreaming-Ideologie und mit den Auswüchsen der Homosexuellenbewegung beschäftigt, wird vorgeworfen, ,,Rechtspopulistin” zu sein und ,,homophobe Hetzschriften” zu veröffentlichen. Wegen ,,massiver Beschwerden” prüfe das Amt nun, ob die Aula wirklich für die Veranstaltung vermietet werden kann:
http://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf/stoppt-schulverwaltung-lesung-von-bestseller-autorin-42219672.bild.html

Im Kommentarbereich der Zeitschrift “Männer” schreibt ein Kommentator daraufhin Folgendes über Birgit Kelle:

,,Sehr gut! Immer wieder eine in die F….. Mit der Faust! Hoffentlich geht der ollen bald die Puste aus und bleibt die Spucke weg, so wie allen anderen getarnten Rechtsidioten, mitunter der CDU und der Kirche!”

Bemerkenswert ist daran auch, dass dieser Kommentar nicht etwa unter Pseudonym, sondern unter Klarnamen erschien. Wie Anja Reschke sagen würde: ,,Anscheinend ist das nichtmal mehr peinlich!”

Ein Springer-Blatt macht „nationalkonservativ“ zum Schimpfwort

Die BILD-Zeitung berichtet gestern über den Auftritt des Schlager-Sängers „Heino“ bei Sandra Maischberger. In der Sendung sei er mit „Vorwürfen“ konfrontiert worden, die es schon länger gegen ihn gebe: „Viele Kritiker fragten: Ist Heino nationalkonservativ?“ Der Journalist Jan Feddersen sei auf „diese Dinge“ eingegangen, doch Heino habe sämtliche „Vorwürfe“ abgewehrt. Und natürlich erklärte sich Heino ganz brav dazu bereit, an einer Anti-Pegida-Demo teilzunehmen. Ein Kotau vor dem Linkskonformismus, der aus dem politischen Klima folgt: Erst kürzlich war Heino vom ultralinken Hip-Hop-Musiker Jan Delay als „Nazi“ verunglimpft worden. Nun hofft Heino offenbar, dass er sich derartige Beschimpfungen künftig nicht mehr anhören muss, wenn er sich nur genügend anbiedert.
http://www.bild.de/politik/inland/heino/heino-bei-maischberger-42112136.bild.html

Die Formulierungen des BILD-Journalisten Christoph Küppers sind indessen verräterisch: Dass Heino „nationalkonservativ“ sein soll, gilt bereits als Kritikpunkt und „Vorwurf“. An solchen Kleinigkeiten zeigt sich einmal mehr, wie die linke Sprachmanipulation wirkt: Begriffe wie „rechts“ oder „nationalkonservativ“ werden nicht als zunächst neutrale Beschreibungen für einen legitimen Teil des demokratischen Meinungsspektrums verwendet, sondern von vornherein als Schimpfwort und „Vorwurf“, zu dem man sich rechtfertigen soll. Dass diese Diskreditierung des Begriffs „nationalkonservativ“ ausgerechnet durch ein Springer-Blatt erfolgt, ist einmal mehr bezeichnend für die medialen Machtverhältnisse in Deutschland: Die bürgerlichen Leitmedien agieren überwiegend nur als Handlanger des linksliberalen Rudeljournalismus.

Die BILD-Zeitung schrieb übrigens auch vor einigen Monaten, dass der AfD-Politiker Björn Höcke sich bei Sandra Maischberger „blamiert“ habe – und zwar „mit seinen konservativen Aussagen.“ Auch in diesem Fall wird also ein Begriff wie „konservativ” von vornherein durch die BILD-Zeitung als anrüchig dargestellt.
http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/afd-mann-hoecke-40557328.bild.html

In der Medienlandschaft findet eine ähnliche Entwicklung wie bei den Parteien statt: Ähnlich, wie sich CDU und FDP an die rotgrünen Parteien anpassen, so passen sich auch die bürgerlichen Leitmedien an die linken Gazetten an. Überall vollzieht man den Kniefall vor dem Meinungsdiktat, weil man das Stigma und die daraus folgende Ausgrenzung fürchtet. Wie der Schriftsteller Michael Klonovsky schrieb: „Soziale Isolation ist Zusammengeschlagenwerden auf Raten.“

Kai Dieckmann will nicht zusammen geschlagen werden – das ist verständlich. Was ich ihm allerdings vorhalte: Er ist ja sogar zu feige, auch nur zu riskieren, dass er angerempelt oder bespuckt wird. Ein bisschen Spielraum hätte er nämlich sehr wohl.
P.S.: Wie die BILD-Zeitung sich opportunistisch den linksliberalen Meinungsmachern unterwirft, zeigte 2010 die Arte-Sendung „Durch die Nacht mit Henryk M. Broder und Kai Diekmann“. In der Sendung spielte sich folgender Dialog zwischen dem Publizisten Henryk M. Broder und dem BILD-Chefredakteur Kai Dieckmann ab:

Broder: „Ich finde halt nur wirklich, ihr [die BILD-Zeitung] seid einfach auch gelegentlich zu brav und auch konformistisch. Die ganze Klima-Berichterstattung bei euch….“

Dieckmann [murmelnd, erkennbar verlegen]: „Ja… Manchmal wollen wir halt auch geliebt werden. Aber dann gibt es mitunter eben tatsächlich ein paar Themen, die sind so besetzt, dass man gar nicht gegen ankommt…“

Broder: „Doch, g’rade da! G’rade da! Sie müssen nicht titeln >>In 13 Jahren geht die Welt unter!<<, nur weil ein durchgeknallter, mit Subsidien abgefüllter Umweltwissenschaftler das heraus posaunt hat! Wirklich!“

(Quelle: „Durch die Nacht mit Henryk M. Broder und Kai Diekmann“, Arte, 17.5.2010, 23.40 Uhr.)

Anja Reschke verdient keinen Beifall

von Lion Edler

Die Kommentatorin der „Tagesthemen“, Anja Reschke, ist wieder einmal zu einer virtuellen Berühmtheit aufgestiegen. Millionen sahen ihren Kommentar über die Asylpolitik und über fremdenfeindliche Facebook-Postings. Hunderttausende drückten im moralischen Hochgefühl auf „gefällt mir“; ebenso Viele teilten den Kommentar als Video. Große Teile der Gesellschaft scheinen sich einig zu sein, wie die Lage zu bewerten ist: Hier stehen die bösen und niederträchtigen „Asylhasser“, dort die gute und mitfühlende Frau Reschke, die sich mutig gegen die rassistische Hetze stellt. Wer könnte da schon so kaltherzig sein, dass er auch nur die geringsten Einwände gegen den „Tagesthemen“-Kommentar erheben könnte? Doch so einfach, so Schwarz-Weiß, ist die Welt leider nicht.

Um nicht missverstanden zu werden: Reschke spricht in ihrem Beitrag durchaus ein reales Problem an, das auch Kritiker der Asylpolitik nicht kalt lassen sollte. Es trifft leider zu, dass die sozialen Netzwerke bei der Asylproblematik oftmals auch ihr hässliches Gesicht zeigen. Sofern es sich bei den unterirdischen Beiträgen um Gewaltaufrufe handelt, muss dagegen auch juristisch vorgegangen werden. Doch darum geht es Reschke nicht. Bei ihrer Forderung nach dem sozialen Pranger hat sie nämlich nicht nur Rechtsextremisten und Gewaltaufrufe im Visier, sondern auch alle, die in der Asylpolitik eine andere Meinung vertreten als Anja Reschke und der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Um dies zu erkennen, muss man in ihrem Kommentar genau hinhören.

Bereits zu Beginn ihres Kommentars nennt Reschke nämlich einige Aussagen, die früher nur unter Pseudonym geäußert worden seien, während sie heute leider in aller Öffentlichkeit verbreitet würden. Reschke fordert daher, jene Personen an den Pranger zu stellen, die sich so äußern. Als Beispiele für solche Äußerungen nennt sie: 1.) „Scheiß Kanacken!“, 2.) „Wie Viele sollen wir noch aufnehmen?“, 3.) „Soll man anzünden!“ Und da haben wir es bereits: Die Frage „Wie Viele sollen wir noch aufnehmen?“ wird in eine Reihe mit üblen Unflätigkeiten und Gewaltaufrufen gestellt. Wer also die Frage nach den Grenzen der Aufnahmefähigkeit Deutschlands stellt, wird hier in eine Ecke mit Mordaufrufen gegen Flüchtlinge gestellt. Es ist nicht das erste Mal, dass Reschke in der Asylpolitik in dieser extrem demagogischen und dreisten Weise argumentiert. Bereits im Januar hatte Reschke sich eine unglaubliche Entgleisung geleistet, indem sie den Holocaust bemühte, um gegen Pegida zu agitieren: Sie habe kürzlich eine Dokumentation über die Konzentrationslager gesehen, sie habe dort Bilder von Skeletten und verdrehten Gliedmaßen gesehen. Dann habe sie umgeschaltet, „und was sehe ich? Pegida-Demonstranten in Dresden, die sich aufregen über die vielen Ausländer in Deutschland. Ganz ehrlich, da ist mir dann wirklich schlecht geworden.“ Reschke zeigt hier ein Ausmaß an menschlicher Niedertracht, Schäbigkeit und Skrupellosigkeit, für die es keine Worte mehr gibt. Die Leichenberge des Holocausts werden als Spielzeug für ihre linksideologische Propaganda missbraucht. Infamer geht es nicht.

Ein halbes Jahr später fordert Reschke in ihrem viel diskutierten „Tagesthemen“-Kommentar allen Ernstes, man müsse doch über das Thema endlich „sachlich diskutieren“. Wahrscheinlich so sachlich wie in ihrem Holocaust-Pegida-Kommentar.

Denn dies ist die Definition von „Sachlichkeit“, die uns seit Jahren im öffentlich-rechtlichen Abrichtungsfunk verkauft wird: „Sachlich“ und „reflektiert“ ist alles, was linksliberal ist. Unsachlich ist von vornherein alles, was konservativ und rechts ist. Die Forderung, Wirtschaftsflüchtlinge in Deutschland aufzunehmen, ist sachlich. Alle gegenteiligen Meinungen sind unsachlich. Die Forderung, Balkanländer als sichere Herkunftsländer einzustufen, ist unsachlich, hetzerisch, populistisch; das Gegenteil ist sachlich. Je mehr man sich der linksliberalen Meinung von Anja Reschke und vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk annähert, umso „sachlicher“ und „reflektierter“ wird man von ganz alleine.

All die Lemminge, die sich am Reschke-Kommentar erfreuten und auf „Gefällt mir“ klickten, meinen es gewiss nur gut. Begreiflicherweise sind sie angewidert von manchen abstoßenden Facebook-Kommentaren, die nichts mehr mit legitimer Kritik an der Asylpolitik zu tun haben. Diese Lemminge begreifen aber nicht, dass es Reschke um etwas Anderes geht, und dass der Appell „gegen Ausländerfeindlichkeit“ ein trojanisches Pferd für ganz andere Interessen ist. Sie begreifen auch nicht, dass ein paar Hetz-Kommentare auf Facebook bewusst zu einem nationalen und gesamtgesellschaftlichen Phänomen aufgebauscht werden, um damit die Kritiker der Asylpolitik in die Defensive zu drängen und von den eigentlichen politischen Schieflagen abzulenken.

Man könnte über die von Reschke aufgeworfene Problematik und über Pauschalisierungen in der Asyl-Debatte diskutieren – wenn Reschke selbst glaubwürdiger wäre, und wenn sie auch von der anderen Seite der Medaille sprechen würde: Von massenhaft geduldetem Asylmissbrauch; von der systematischen Verdrehung von Zahlen und Fakten, die in der Einwanderungs- und Asylpolitik durch zahlreiche Medien betrieben wird; von dem immer stickiger werdenden Klima und dem alltäglichen rotgrünen Gesinnungsterror. Genau das tut sie aber nicht, und deswegen verdient sie für ihren „Tagesthemen“-Kommentar auch keinen Beifall. Ihr Kommentar ist oberflächlich, populistisch, primitiv und unverschämt.

So lange der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu einem linksliberalen Abrichtungsfunk verkommt, so lange sich permanent über „Demagogie“ empört und dabei doch selbst nur demagogisch argumentiert wird, so lange Reschke und Co sich stets nur einäugig den wohlfeilen Teil der Wahrheit herauspicken, ist ihr Kommentar vor allem eines: Schäbig, selbstgerecht und erbärmlich verlogen.

Die tägliche ideologische Abrichtung im Fernsehen

Montag 27.7.2015

Urlaubs-Zeit ist ausnahmsweise mal Fernseh-Zeit. In irgendeinem Sender vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk lief so eine Arzt-Schnulzen-Sendung. Die Szene: Eine Familie sitzt am Esstisch, und der Bub zickt herum, woraufhin er von der Mutter angemeckert wird. Die Männer in der Familie seien ja so stur, sagt deshalb eine Frau. Woraufhin ein Mann zu einer anderen Frau fragt: ,,Weißt du, was sie damit meint?“ Antwort mit triumphierendem Gesichtsausdruck: ,,Ja!“
Ich schalte um: Im ebenfalls öffentlich-rechtlichen RBB wird mir in der Sendung „Schloss Einstein“ ein knutschendes Lesben-Paar serviert.

20:15 Uhr, wiederum RBB: Film: ,,Der Baum der Erlösung“. Es geht um einen „Ehrenmord“ in Tirol – eigentlich. Denn die hauptsächliche Botschaft des Films scheint darin zu bestehen, zu suggerieren, dass FPÖ-Wähler genauso schlimm seien wie „Ehrenmörder“. Ein Politiker im Film, der offensichtlich als FPÖ-Karikatur dargestellt ist, fordert einen totalen Einwanderungsstopp. Die FPÖ-Sympathisanten werden als Primitivlinge dargestellt, die ihre Söhne dafür verurteilen, dass sie mit einer türkischen Freundin anbandeln. Dieses Verhalten gegenüber den Söhnen sei ja wohl auch nicht besser als das Verhalten jener Türken, die ihre Töchter wegen einer Beziehung zu einem österreichischen Freund verurteilen – so soll anscheinend suggeriert werden, dass diese FPÖ-Wähler auf einer Stufe mit „Ehrenmorden“ stünden.

Eines der Mädchen im Film wurde ertränkt. Am Ende des Films stellt sich dann aber natürlich noch heraus, dass der Mörder in Wirklichkeit ein Fremdenfeind war. So passt alles wieder ins politisch korrekte Raster. Woraufhin sich der junge Türke radikalisiert und gegen die österreichische Bevölkerung hetzt. Tenor: Abschottung und Parallelgesellschaften passieren nur, weil die armen Ausländer von den gemeinen Fascho-Österreichern diskriminiert und ausgegrenzt werden.

Die Frau des Türken begeht übrigens einen Selbstmord-Versuch und sagt mit der Schlinge am Hals zu ihrem Mann: „Ich ertrage euch Männer einfach nicht mehr.“ Eine feministische Botschaft ist also auch gleich untergebracht: Nicht Multikulti, sondern das Patriarchat ist an allem Schuld.
Ich schalte um auf das ebenfalls öffentlich-rechtliche ZDF: Film über US-Kampfdrohnen, die von einem Computer in den USA gesteuert werden. Die Hauptfigur des Films ist ein Soldat, der tagsüber afghanische Talibans vom Computer aus tötet, um anschließend zu seiner Frau zum Grillen zu fahren.
Fast alle Soldaten in der Einheit befürworten die Kampfdrohen-Methoden. Der einzige Rebell ist natürlich mal wieder – eine weibliche Soldatin. Die männliche Hauptfigur hat dagegen zunächst keine Zweifel an den Methoden der Kriegführung, leidet jedoch psychisch daran. Woraufhin die Soldatin zu ihrem männlichen Kollegen sagt, dass ihr dieses Leiden immerhin sympathisch sei, denn wenigstens bekäme er „keinen Ständer“ von den Tötungen.
Fazit des öffentlich-rechtlichen Belehrungs-Abend: Männer sind „Sturköpfe“, die gerne „Ehrenmorde“ an Mädchen begehen, und die „einen Ständer“ bekommen, wenn sie afghanische Familien mit einer Kampfdrohne töten.

Mittwoch, 29.7.2015
RTL: In der Sendung ,,Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ geht eine junge Frau eine Schein-Ehe ein, um einen von ihr gemochten Ausländer vor der Abschiebung zu schützen. Durch die gesamte Sendung zieht sich die Tendenz, dass derartiges Verhalten völlig legitim sei.

ARD, 22:45 Uhr: „Anne Will“ diskutiert über Asylpolitik. Bereits der Titel der Sendung („Zeltstädte, Stimmungsmache, Brandanschläge – Sieht so deutsche Willkommenskultur aus?“) gibt die anti-deutsche Stoßrichtung vor. Frau Will möchte zu Beginn der Sendung von der aus Syrien geflüchteten Maya Alkhechen wissen, ob „gute“ syrische Flüchtlinge gegen „schlechte“ andere Flüchtlinge ausgespielt würden. Sie antwortet daraufhin, es sei „nicht in Ordnung“, wenn man sage, dass es „gute“ gegen „schlechte“ Flüchtlinge gebe. Schließlich ginge es keinem Flüchtling darum, „aus Lust und Laune“ seine Heimat zu verlassen. Fragt sich nur, wer dies in Deutschland in Frage gestellt hätte. Es wird von den Kritikern der Asylpolitik eben nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Flüchtlingen unterschieden, sondern es werden unterschiedliche Rechtslage und unterschiedliche Folgen von Kriegsflüchtlings-Einwanderung und Wirtschaftsflüchtlings-Einwanderung konstatiert. Dass Alkhechen und Will etwas Anderes suggerieren, ist schon zu Beginn der Sendung die nächste dreiste Frechheit, nach bereits der Sendungs-Titel eine dreiste Frechheit ist.

Anne Will wirft Monika Hohlmeier (CSU) daraufhin mit moralisierender Anklage einen Satz auf Hohlmeiers Internetseite vor: Wenn sie dort Sätze lese wie „Wir müssen die Flut an falschen Asylbewerbern eindämmen“, dann „klingt das für mich herzlos und kalt“.

Anne Will hält Ramlow allen Ernstes vor, er habe davon gesprochen, dass Deutschland ,,überrannt“ werde. Ramelow erklärt daraufhin natürlich brav, er habe nicht gesagt, dass Deutschland überrant werde, sondern die ganze Welt würde überrannt. ,,Deutschland haben Sie gesagt!“, insistiert daraufhin hartnäckig Anne Will, was dieser natürlich bestreitet.

Später hetzt Ramelow erneut anti-deutsch: „Ich hab das Gefühl, wir bekämpfen die Flüchtlinge und nicht die Fluchtursachen.“ Er erkenne ein Klima, „das mir Angst und Sorge macht.“ Das Dressur-Publikum applaudiert zu dieser Aussage.

Den Rest des Gesabbels erspare ich dem Leser; es würde sonst ausarten.

Soldaten-Gedenken in Deutschland und Österreich

Samstag, 25.7.2015

St.Johann (Pongau), Österreich

Mit den Eltern in der Liechtensteinklamm und auf Wanderschaft im Wald. In St.Johann fanden wir ein Soldaten-Denkmal mit der Inschrift „Den Helden der Heimat – 1939-1945 – Marktgemeinde St. Johann im Pongau“. In Deutschland undenkbar. Hier würde ein derartiges würdiges Soldaten-Gedenken sofort als vermeintliche nationalsozialistische Propaganda interpretiert.

Passend dazu: Der im Vergleich zu den meisten Journalisten eher vernünftige Gunnar Schupelius schrieb vorgestern in der B.Z. eine Kolumne, die sich mit dem Urinal am Bahnhof Zoo beschäftigt. Schupelius beklagt sich zu Recht darüber, dass das Urinal nicht abgeschirmt sei, sodass die Passanten schutzlos dem Anblick von pinkelnden Männern ausgesetzt seien. Nebenbei erfährt man im Artikel auch, dass das Urinal direkt neben einem Soldatendenkmal des Ersten Weltkriegs steht:

http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/schupelius-das-offene-urinal-am-bahnhof-zoo-ist-absurd

Während Schupelius nun aber zu Recht die mangelnde Diskretion des Urinals kritisiert, scheint er die viel schlimmere Pietätlosigkeit und Würdelosigkeit, dass das Urinal direkt neben einem Soldatendenkmal steht, gar nicht bemerkt zu haben. Auch das ist wohl bezeichnend für manche Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich, was das Soldaten-Gedenken betrifft.

Filzstift-Zeichnungen: Deutsche Vergangenheitsbewältigung

Im Folgenden sehen Sie meine Filzstift-Zeichnungs-Serie mit dem Titel „Deutsche Vergangenheitsbewältigung“. Die vier Bilder lassen sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen (siehe ganz unten).

Donnerstag, 14.4.2016: Auf mehrfachen Wunsch wurden die detaillierten textlichen Erläuterungen zu den Bildern entfernt. Grund: Mehrere Leser haben mir in Kommentaren mitgeteilt, dass man die Bedeutung von Bildern nicht so detailliert erklären sollte; besser sei, wenn man dem Betrachter einen großen Interpretationsraum überlasse. Da diese Leser sicherlich mehr von Kunst verstehen als ich, komme ich dieser Bitte gerne nach.

2006 - TriebundWahn

Oben: Erstes Bild: „Trieb und Wahn“, gez. 2006.

16-05-09 - Abgelenkt

Oben: Zweites Bild: „Abgelenkt“, gez. 16.5.2009.

27-02-09 - Abwaegen

Oben: Drittes Bild: „Abwägen“, gez. 27.2.2009.

Filzstift4 - AfD - 05-03-14

Oben: Viertes Bild: „Ende des Sonderwegs“, gez. 6.3.2014.

Filzstift4 - Alle vier Bilder zusammen - v2

Oben: Alle vier Bilder zusammengefügt – „Deutsche Vergangenheitsbewältigung“, Lion Edler, gez. 2006-2014.

Tiefschläge zum achten Mai

Samstag, 9.Mai 2015

Georg Diez (Journalist von Spiegel online) tritt anläßlich des 8.Mai unverhohlen für Kollektivschuld gegen Deutschland ein. Ich würde gerne mal sehen, wie Diez sich 1933-1945 verhalten hätte. Die Redaktion von „Spiegel online“ scheint nur noch aus Anti-Deutschen zu bestehen. Es ist einfach nur erbärmlich und jämmerlich, wie würdelos die politisch-mediale Klasse mit dem Jahrestag des Kriegsendes umgeht.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kriegsende-8-mai-1945-helmut-schmidt-schuld-und-die-nazis-a-1032699.html